Chronik

Unsere Historie

AK Fahrzeugbau

Seit dem 01. Dezember 2014 ist die Firma AK FAHRZEUGBAU ein neuer Unternehmenszweig der KÜHNE AUTOHÄUSER und wurde als Filiale der Heinz Kühne GmbH & Co. KG. gegründet. Hinter dem mittelständischen Unternehmen KÜHNE AUTOHÄUSER steht die Familie Kühne aus Bad Düben, die seit über 85 Jahren Autowerkstätten und Autohäuser betreibt.

Die neu gegründete AK FAHRZEUGBAU konnte vom ehemaligen Fahrzeugbauer AK Competition GmbH erfahrene Mitarbeiter unter Vertrag nehmen.

Mit ihrem technischen Knowhow, ihrer fachlichen Qualifizierung und ihrem Engineering konzipieren, konstruieren und fertigen sie exklusive Fahrzeuglösungen im Bereich Pferdetransporter.

Betriebsleiter Klaus Böswetter, gelernter Karosserie- und Fahrzeugbaumeister sowie Betriebswirtschaftler, hat mit seinem Wissen und seinen Kontakten in den Bereichen Fahrzeugbau und Pferdesport neben den betrieblichen Abläufen vor allem den hohen Qualitätsanspruch bei der Fertigung der Fahrzeuge im Fokus.

Martin Kühne

Der Mut des Gründers

Martin Kühne war gerade mal 23 Jahre alt, als er sich entschloss, seinen eigenen Betrieb zu gründen. Und das in unsicheren Zeiten. Deutschland erlebte zwar gerade einen wirtschaftlichen Aufschwung, aber der aufstrebende Nationalsozialismus sorgte für politische Instabilität.
Dennoch hatte Martin Kühne den Mut, den man braucht, um sich selbständig zu machen. Am 01. Oktober 1933 eröffnete er seinen Kfz-Betrieb in der Leipziger Straße in Düben und legte den Grundstein für die heutigen KÜHNE AUTOHÄUSER. Mit zwei Angestellten reparierte er damals alles, was fahren konnte: Fahrräder, Motorräder, Pferdefuhrwerke, Pkws und Lkws.

Meisterung des Neubeginns

Von 1938 bis 1945 ruhte die Arbeit im Kfz-Betrieb Kühne gezwungenermaßen, denn Martin Kühne wurde, wie so viele, zum Kriegsdienst verpflichtet. Nach dem Krieg konnte er die Arbeit zwar wieder aufnehmen, aber er starb bereits ein Jahr später. Seine Frau Lydia übernahm nun die Leitung des Geschäftes. Ein Kfz-Meister und drei Angestellte unterstützten sie dabei und reparierten das an Fahrzeugen, was der Krieg übrig gelassen hatte. 

1949 heiratete Lydia Kühne wieder. Ihr neuer Mann Otto Schrader, ein gelernter Buchhalter, wurde zum Inhaber des Betriebes, der nun als Fa. M. Kühne Nachfolger firmierte. Der Betrieb entwickelte sich gut. Neben Pkws wurden vor allem Lastkraftwagen der neuen Typen H 3A, S 4000, H 6 und Robur gewartet und instand gesetzt. 1954 wurde der Betrieb um das Grundstück Grünstraße 6 erweitert. Die Mitarbiterzahl stieg auf 10 an.

Eingriff in die Unabhängigkeit

Es war ein Beschluss der DDR-Führung: Handwerksbetriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern sollten verstaatlicht werden. Diesem Eingriff in die Unabhängigkeit musste sich auch die Fa. M. Kühne Nachfolger beugen. Am 10. August 1956 übernahm der Staat als Kommandist 80 Prozent der Betriebsanteile. Es war der erste Schritt zur Enteignung. Dennoch sollte dies nicht das Wachstum des Betriebes verhindern. Das Betriebsgelände wurde im selben Jahr um die Grundstücke Grünstraße 10 und die Torgauer Straße 25 erweitert  – auch heute noch Sitz unserer Bad Dübener Mercedes-Benz Filiale.

Leitung des VEB

Seit 1952 arbeitet auch Heinz Kühne, Sohn des Firmengründers Martin Kühne, im Betrieb. Er absolvierte hier zunächst seine Lehre, arbeitete dann einige Jahre als Kfz-Mechaniker und wechselte später ins Büro des Bereiches Technik.

 

Nach seinem Studium wird Heinz Kühne 1964 Technischer Leiter des Betriebes. Nun führt er das weiter, was sein Vater begonnen hatte. Doch er wird fremdbestimmt, denn der Staat greift immer mehr in die Betriebsprozesse ein. Am 27. Oktober 1972 ist es dann endgültig. Quasi über Nacht wird der Betrieb zum Volkseigentum erklärt und firmiert nun als VEB Kfz-Instandhaltung Bad Düben (KIB) im Verkehrskombinat Leipzig. Heinz Kühne wird zum Betriebsdirektor berufen.

Mercedes-Benz kommt

Im Juli 1979 wird dem Betrieb eine besondere Aufgabe zuteil. Die Kombinatsleitung suchte eine Vertragswerkstatt für die in der DDR fahrenden Mercedes-Benz-Lastkraftwagen. Heinz Kühne war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort: Sein Betrieb wird mit dieser Aufgabe betraut und ist damit der erste, und lange Zeit einzige, Servicepartner für Mercedes-Benz in der DDR. Im gleichen Jahr wurde der Betrieb um die Bremseninstandhaltung Eilenburg erweitert. 1983 kommt ein Betriebsteil in Delitzsch hinzu. Neben Mercedes-Benz-Lastkraftwagen werden zu dieser Zeit Lkw der Typen Tatra, W 50 und L 60 sowie die Pkw Trabant und Wartburg instand gesetzt. 1984 verlässt Heinz Kühne den Betrieb. Die Kombinatsleitung greift mehr und mehr in seine Arbeit ein und es kommt zu unüberbrückbaren Differenzen. Als neuer Betriebsdirektor wird Walter Lang, ein ehemaliger NVA-Offizier, eingesetzt. Bis 1990 muss die Familientradition unfreiwillig unterbrochen werden.

Das erste Autohaus

Durch die politische Wende in der DDR nutzt Heinz Kühne die Chance, den Familienbetrieb fortzusetzen. Die neue gesellschaftliche Freiheit bringt auch die unternehmerische Freiheit zurück. Nach der Rückübertragung des Betriebes durch die Treuhandgesellschaft beginnt am 1. August 1990 für das Unternehmen Kühne eine neue Zeitrechnung.
Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Torgauer Straße 25 a in Bad Düben – auch heute noch Sitz unserer Mercedes-Benz Filiale. Im Service und in der Instandhaltung sind anfangs 36 Mitarbeiter beschäftigt.

Die dritte Generation

Im Januar 1996 übergibt Heinz Kühne den Staffelstab an seinen Sohn Mike. Bereits während seines Betriebswirtschaftsstudiums im Unternehmen tätig, wird Mike Kühne nun Inhaber der Firma Kühne. Der Familienbetrieb geht in die dritte Generation.

Das Wachstum hält an

Im Juni 2011 erwirbt Mike Kühne im brandenburgischen Doberlug-Kirchhain ein weiteres Autohaus. Im September erhält er von Volkswagen für diesen Standort den Vertrag als Servicepartner, sodass nun vier Volkswagen Filialen zur KÜHNE Gruppe gehören. Die Firma Kühne übernimmt ebenfalls die freie Pkw- und Nfz-Werkstatt „Truck & Car Service LE“ im Herzen Leipzigs, nahe der B2. Sie bietet dort einen Werkstattservice für alle Marken und Fabrikate sowie eine Waschanlage für Nutzfahrzeuge.
Ende 2011 ist die KÜHNE Gruppe auf zehn Filialen mit 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen.

80 Jahre KÜHNE Autohäuser

Mehr als 80 Jahre Entwicklungsgeschichte unserer Firma liegen hinter uns. Als Ein-Mann-Betrieb angefangen stellen sich die KÜHNE Autohäuser heute als Firmen-Gruppe mit über 300 Mitarbeitern dar. Seit der Gründung wurden ein schrecklicher Krieg und weitreichende gesellschaftliche Neuordnungen überstanden. Das Unternehmen existiert mittlerweile über drei Generationenwechsel hinweg und ist heute als Partner für Automobilität tief in der Region verwurzelt.

AK Fahrzeugbau

Neben den klassischen Aufgaben wie Verkauf und Service hat sich im Dezember 2014 der Kompetenzbereich um ein neues Spezialgebiet erweitert: Die KÜHNE Autohäuser sind nun auch im Fahrzeugbau von Pferdetransportern und Motorhomes tätig. Mit der Filiale in Sietzsch bei Wiedemar ist das insolvente Unternehmen AK Competition unter neuem Namen AK Fahrzeugbau als Dienstleister der Heinz Kühne GmbH & Co. KG übergegangen. Alle Beschäftigten wurden übernommen.

Immer in Bewegung

AK Fahrzeugbau – der Spezialist für Pferdetransporter und Motorhomes – hat sich am Markt etabliert. Die bisherige Produktionsstätte in Sietzsch bei Wiedemar muss aus Kapazitätsgründen aufgegeben werden. Im April 2017 zogen alle Mitarbeiter von AK Fahrzeugbau in die neuen Hallen und Büroräume im nahe gelegenen Industriepark Halle-Queis.

Jubiläum mit Vision

Die KÜHNE Autohäuser blicken in diesem Jahr auf 85 Jahre Automobiltradition zurück. Auch wenn wir mittlerweile um einiges gewachsen sind, wissen wir genau, wo unsere Wurzeln liegen: in gutem Service und persönlicher Betreuung. Wir danken all unseren Kunden und Partnern für das Vertrauen in unser Unternehmen, dem wir auch in den nächsten Jahren gerecht werden. Ganz einfach: Weil’s persönlicher ist.